
Weihnachtsfestgottesdienst mit der „Pastoralmesse in F-Dur“ von Anton Diabelli
25. Dezember |10:30 - 11:45
Anton Diabelli „Pastoralmesse in F-Dur“
(für Soli, Chor und Orchester)
Zu Unrecht ist Diabellis Kirchenmusik weitgehend in Vergessenheit geraten, dabei schafft der österreichische Komponist der Biedermeierzeit in der Pastoral-Messe in F den Spagat zwischen künstlerischem Anspruch und praktikabler Aufführungsform. Eine lohnende Weihnachtsmesse, die im Repertoire vom St. Michael Chor und der Orchestervereinigung einen Stammplatz hat.“Als Tonsetzer muss Diabelli unter seinen Kunstgenossen den allerfruchtbarsten zugeordnet werden“, würdigt die Neue Wiener Musikzeitung 1858 das Wirken des in diesem Jahr verstorbenen österreichischen Komponisten, Gitarristen, Verlegers und Pianisten. Als Zeitgenosse großer Komponisten wie Beethoven und Schubert ist Anton Diabelli der Nachwelt besonders als Verleger im Gedächtnis geblieben, und seine Kirchenmusik ist – völlig zu Unrecht – weitgehend in Vergessenheit geraten. Vor allem seine große Pastoral-Messe in F op. 147 ist im Vergleich zum übrigen Kompositionsschaffen der Biedermeierzeit ein Meisterstück geistlicher Tonkunst. Wenige Wochen nach der Fertigstellung und Drucklegung schreibt die Fachpresse: „Herr Diabelli verdient … unsern herzlichen Dank, dass er hier ein Werk geliefert, welches auch weniger dotierten Kirchenvorstehern zugänglich, dabei leicht, fasslich und melodisch ist, und dennoch nicht an jener Flachheit, an jenem sträflichen Schlendrian laboriert, den sich die meisten seiner Vorgänger zu Schulden kommen ließen.“