Sonthofen singt

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Ein Chorfestival soll im Juli über die Bühne gehen: Bernd Neve (vorne, Zweiter von links) hat das Projekt     Vertretern von Oberallgäuer Chören vorgestellt.                                                                    Foto Elmar Jonietz

900 Sänger auf drei Bühnen

Chorfestival Mitorganisator Bernd Neve stellt ein Großprojekt vor, das im Juli Sonthofens Innenstadt mit fröhlichem Klang füllen soll
Sonthofen Ein großes Sängerfest wird ,in der Oberallgäuer Kreisstadt für den Sommer vorbereitet: das Chorfestival „Sonthofen singt“. 30 Chöre aus dem In- und Ausland sind eingeladen, 15 haben bereits zugesagt. Bernd Neve, der die Veranstaltung zusammen mit dem Sonthofer Sankt-Michael-Chor, den Allgäuer Kehlspatzen und dem Singkreis Cantamo der Musikschule Oberallgäu-Süd organisiert, hat die Pläne im Sonthofer Rathaus vorgestellt.
Anlass war eine Informationsveranstaltung für Chorleiter. Jürgen Schwarz, geschäftsführender Präsident des Chorverbandes Bayerisch- Schwaben, erläuterte wie den Nachwuchsproblemen der Sängerkreise entgegengewirkt werde. So seien zum Beispiel, unterstützt vom Bayerischen Musikrat, in Schulen Chorklassen gegründet worden. Zudem biete der Verband Fortbildungen für Chorleiter und Sänger an, aber auch Seminare über Vereinsrecht.
Die Freude am Singen will auch das Sonthofer Chorfestival fördern, das für Samstag, 22, Juli, geplant ist: Auf drei Bühnen in der Innenstadt, und zwar am Oberen Markt, am Spitalplatz und am Johann-Althaus- Platz, sollen jeweils wechselnd 30 Chöre ihr Können zeigen. Eingeladen wurden keine Spitzenensembles, erklärt Bernd Neve, denn die Begegnung und der Spaß sollen im Mittelpunkt dieses Treffens stehen. Etwa 900 Sänger werden erwartet. Um 14 Uhr soll das Programm beginnen und dann etwa fünf Stunden dauern. Welcher Höhepunkt den Abschluss bilden soll, kann Bernd Neve noch nicht sagen.
Eins ist aber sicher: Das Festival, das vom Kulturbeirat angeregt wurde, findet bei jedem Wetter statt. Denn wenn es regnet, werden die drei Bühnen in das Haus Oberallgäu, die Markthalle und das Casino der Jägerkaserne verlegt. Jeweils eine Bühne betreuen die drei organisierenden Chöre, für die Bewirtung sorgen das Technische Hilfs- werk, die Fasnachtsfreunde Hillaria und die Lebenshilfe. Auch für Unterkunft ist gesorgt, so stellen etwa Häuser in Sonthofen und Burgberg Betten zu günstigen Bedingungen zur Verfügung, sagt Bernd Neve.
Der 63-jährige Tenor rechnet für das Festival mit Kosten in Höhe von etwa 16000 Euro. 11500 Euro steuern Stadt, Landkreis und EU über Zuschüsse bei. Auch eine Stiftung unterstützt das Projekt. Der Rest soll durch Sponsoren finanziert werden. Unter anderem stellt ein Unter-nehmen 4000 T-Shirts zur Verfügung, die verkauft werden.
Anlass für das Chorfestival ist ein kleines Jubiläum. Zum 25. Mal findet in Sonthofen der Chortag statt. Er wurde ins Leben gerufen, um zu zeigen, wie vielfaltig die Sonthofer Chorszene ist. Wurde bisher immer nur ein Gastensemble neben den ortsansässigen Gruppen eingeladen, so sind es diesmal viele: aus Südtirol und Österreich zum Beispiel, aber auch aus der Ukraine. Ein Mädchenchor von dort hat bereits zugesagt, erzählt Bernd Neve. Noch können sich Chöre „für das Festival anmelden. Auch Jodler Gruppen, Gospel- oder Jazzchöre aus der Region sind willkommen. (kls)

Informationen im Internet unter www.sonthofen-singt.de

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