Pfingst-Festgottesdienst in St. Michael

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Wann:
Mai 31, 2020 um 10:30 – 11:45
2020-05-31T10:30:00+02:00
2020-05-31T11:45:00+02:00

W.A. Mozart: „Spatzenmesse“ (für Soli, Chor und Orchester) ENTFÄLLT!!!

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, schrieb Mozart seine geistlichen Werke im Dienst der Salzburger Erzbischöfe, vor allem des Erzbischof Coloredo. Mozart musste bei seinen Messen-Kompositionen dem „kurzen Geschmack“ des Erzbischofs Rechnung tragen. Einer Verfügung gemäß duften an „gewöhnlichen Sonntagen“ die fünf tratitionellen Musikstücke des Gottesdienstes (Ordinarium) nicht länger als eine halbe Stunde dauern. Die vermutlich zwischen März und Juni 1775 in München entstandene, aber für Salzburg bestimmte Missa C-Dur KV 220 (196b) ist dafür ein prägnantes Beispiel. Die Spatzenmesse wurde wahrscheinlich am Ostersonntag, 7. April 1776 im Salzburger Dom uraufgeführt.
Durch die Instrumentation mit Trompeten und Pauken gewinnt sie einen festlichen Charakter und zählt so zum Typus der „Missa brevis et solemnis“, einerseits knapp disponiert – mit 360 Takten ist sie eine der kürzesten Messen Mozarts überhaupt, andererseits festlich besetzt wie eine Missa solemnis. Mozart vernachlässigt die Kontrapunktik zugunsten homophoner Chordeklamation.
Den Beinamen „Spatzenmesse“ erhielt diese Missa brevis im 19. Jahrhundert aufgrund der an Vogelgezwitscher erinnernden Vorschlagsfiguren im Allegro des Sanctus und Benedictus.
Das „Dona nobis pacem“ ist zum ersten Mal in Mozarts Messenkomposition rückbezüglich zum Kyrie angelegt.